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Betriebsumgebung einer Multi Cloud konsistent bereitstellen

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Multi-Cloud ist ganz einfach die Nutzung von mehreren Clouds. Unternehmen, die diesen Ansatz wählen, profitieren von einer größeren Agilität und geringeren Kosten, da sie die Cloud-Services nach ihren Bedürfnissen auswählen und anpassen können. Somit wird diese Form der Cloud-Nutzung für die CIOs immer häufiger zur Realität.

Eine Umfrage von Flexera zum Thema State of the Cloud im Jahre 2019 hat ergeben, dass 84 Prozent der Unternehmen mehrere Clouds nutzen. Dies entsprach einem Anstieg von drei Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch eine von Forrester im Auftrag von Virtustream, einem Unternehmen von Dell Technologies, durchgeführte Umfrage ergab, dass 86 Prozent der für Cloud-Strategien und Anwendungsmanagement zuständigen Manager die Cloud-Strategie ihres Unternehmens als „Multi-Cloud“ beschreiben. Der höchste Anteil (32 Prozent) gibt an, bereits mehrere Public- und Private Clouds für unterschiedliche Workloads zu nutzen.

Die Vorteile von Multi-Clouds

Unternehmen entscheiden sich aus verschiedenen Gründen für einen Multi-Cloud-Ansatz.

Laut Gartner gehören zu den Vorteilen von Multi-Cloud eine erhöhte Agilität, eine geringere Anbieterabhängigkeit, eine bessere Verfügbarkeit und Leistung sowie die Berücksichtigung der Datenhoheit, die Beachtung der gesetzlichen Anforderungen und alle Arbeitskosten. Darüber hinaus heißt es, dass kein Cloud-Anbieter oder Produkt perfekt ist und es deshalb sinnvoller sei, die Vorteile verschiedener Clouds zu nutzen und im Falle eines Systemausfalls mittels Failover eine zweite Cloud als Backup zur Verfügung zu haben.

Während Multi-Cloud zahlreiche Vorteile bietet, müssen die CIOs auch darauf achten, dass einerseits kein Cloud-Wildwuchs entsteht und andererseits die Business-Agilität und das vorausschauende Denken beibehalten werden. Das beutet, dass die CIOs die Kontrolle über ihre Multi-Cloud-Strategie haben müssen.

Für viele IT-Manager ist einer der wichtigsten Beweggründe für den Umstieg auf Multi-Cloud das Aufkommen der Schatten-IT, bei der sich Mitarbeiter oder Abteilungen ohne die Zustimmung der IT-Abteilung Cloud-Anwendungen und -Services nutzen. Dadurch entsteht zwangsläufig eine unkontrollierte Multi-Cloud. Es überrascht daher nicht, dass laut IDC die größte Herausforderung für die Rechenzentren in den Unternehmen die Entwicklung einer erfolgreichen Multi-Cloud-Strategie ist.

Wie lässt sich die Komplexität einer Multi-Cloud-Umgebung am besten abbilden – bevor es dafür zu spät ist?

Der Gedanke, mit einem Mix aus IaaS- und SaaS-Anbietern sowie zahlreichen Cloud-Services aus verschiedenen Public Clouds klarkommen zu müssen, kann Kopfschmerzen verursachen. Viele Services sehen ähnlich aus, doch sie unterscheiden sich in Bezug auf Funktionen, Kosten, Bereitstellung und technisches Know-how. Die ersten Multi-Cloud-Schritte eines Unternehmens sollten deshalb darin bestehen, die Transformationsstrategie festzulegen, eine Roadmap und einen Business-Case zu erstellen und darauf aufbauend die entsprechende Cloud-Architektur zu definieren.

Dazu müssen die CIOs wissen, welche Anbieter und Produkte bereits in welchen Abteilungen eingesetzt werden. In diesem Zusammenhang müssen sie beispielsweise Erwartungswerte für Leistung, Sicherheit, Verfügbarkeit, Betrieb und Interoperabilität festlegen. Das dient auch dazu, entsprechende Test- und Auswahlkriterien für die Services festzulegen. Diese Services sollten so aufgelistet werden, dass das Unternehmen jederzeit prüfen kann, welche Tools und Prozesse es zum Managen der Multi-Cloud benötigt.

Das kann mithilfe spezieller Cloud-Management-Tools geschehen, die darauf ausgelegt sind, das Managen mehrerer Clouds weniger komplex zu machen.

Container lösen zum Beispiel das Problem der Interoperabilität, wenn die Softwareumgebungen zwischen verschiedenen Clouds nicht identisch sind. Dies erfolgt durch die Bereitstellung einer entsprechenden Anwendungsplattform. Eine derartige „Containerisierung beseitigt die Unterschiede bei den Betriebssystemversionen und der zugrunde liegenden Infrastruktur. Das bedeutet, dass diese Prozesse vom Rest des Systems isoliert werden können, und das hat den Vorteil, dass sie leicht zwischen verschiedenen Clouds verschoben werden können, während sie in puncto Entwicklung, Test und Produktion davon nicht betroffen sind. Entwickler können ihre Anwendungen über mehrere Betriebssysteme hinweg testen und diese gegen einen Absturz so schützen, dass nur der Container betroffen ist und nicht das Betriebssystem. Darüber hinaus lassen sich Container zu Clustern zusammenfassen, sodass die Services skalierbar und robuster werden. Unternehmen können dann jeweils einzelne Services aktualisieren, ohne dass die komplette Anwendung offline genommen werden muss. Container gelten als die beste Lösung für Anwendungen, die auf Mikroservices basieren, doch sie können und werden auch für herkömmliche Anwendungen und Infrastrukturen genutzt.

Ein Service-Mesh ist ein weiteres Instrument, beim Thema Multi-Cloud über den Tellerrand hinauszuschauen. Mikroservices-Bibliotheken sind in der Lage , die Service-to-Service-Kommunikation problemlos zu handhaben. Irgendwann wird ein Unternehmen dann diese Mikroservices skalieren und um neue Funktionen erweitern. Das bedeutet mehr Arbeit für die Entwickler, da sie mit zusätzlichen Anfragen fertig werden müssen, sowie einen Transparenzverlust beim Datenverkehr. Hier dient ein Service-Mesh als logischer Rahmen zur Bereitstellung und Verbindung von Mikroservices und verbessert somit die Standardisierung. Zwar ist ein Service-Mesh über verschiedene Clouds hinweg möglich, doch für eine derartige ordnungsgemäße Funktion ist viel technisches Fachwissen und Experimentieren erforderlich. So müssen alle Beteiligten umfassende Erkenntnisse darüber gewinnen, wie die Technologie in verschiedenen Szenarien betrieben werden kann.

Die Rolle von CASBs

Um die Sicherheit von Daten und Anwendungen in einer Multi-Cloud-Umgebung zu gewährleistet sollten die Unternehmen auch Cloud Access Security Brokers (CASBs) in Betracht ziehen. Zwar ist jede Cloud relativ sicher, da die Anbieter Millionenbeträge für den Schutz der IT ausgeben, doch die Unternehmen verwässern die Sicherheit ihrer Anwendungen, indem sie mehrere Clouds nutzen. CASBs hilft, die Komplexität bei der Durchsetzung von Richtlinien in einer Multi-Cloud-Architektur zu beherrschen. Doch ist es durchaus denkbar, dass Unternehmensabteilungen und IT-Mitarbeiter die Einführung von Multi-Cloud als einen Einschnitt in ihre Freiheiten betrachten. Deshalb müssen die CIOs sehr deutlich machen, dass das Gegenteil der Fall ist: Ein Multi-Cloud-Ansatz bedeutet, dass das Unternehmen viel mehr Services als je zuvor nutzen kann. Die IT-Mitarbeiter müssen sich in Zukunft weniger als „IT-Einkäufer“ positionieren, sondern können mehr als „IT-Berater“ auftreten. Das bedeutet, dass sie mit anderen Managern über deren Cloud-Bedürfnisse diskutieren. Hierzu äußern sie dann ihre Meinungen zu den jeweiligen technischen Anforderungen, die für einen Multi-Cloud-Ansatz erforderlich sind. Eine solche Strategie motiviert zu einer positiveren, integrativen Reaktion, verbunden mit dem Wunsch, sich der Multi-Cloud-Strategie anzuschließen, anstatt einfach nur weiterhin das zu erledigen, was einem aufgetragen wird.

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