Cio logo

in Kooperation mit

Dell TechnologyVMWareIntel

So behalten Sie Ihre Multi-Cloud-Kosten im Griff

3


6

CIO

6m Lesezeit

Unkontrollierte Verbreitung und fehlende Optimierung treiben die Multi-Cloud-Kosten in die Höhe. Aber mit den richtigen Werkzeugen und Strategien können CIOs die Kontrolle übernehmen und den Aufwand senken.

Cloud und Kostensenkungen sollen Hand in Hand gehen. Die Cloud macht Vorabinvestitionen überflüssig und ermöglicht es, mit weniger Aufwand mehr zu erreichen und nur für das bezahlen zu müssen, was genutzt wird. Deshalb ist es wenig überraschend, dass in einer kürzlich von IDG, Dell Technologies und VMware durchgeführten Studie die IT-Führungskräfte sagten, der wirtschaftliche Nutzen habe neben der Anwendungsmodernisierung insgesamt die höchste Priorität bei Cloud-Investitionen.

Theoretisch kann die Einführung von Multi-Cloud sogar noch mehr Einsparungen bewirken. Hinzu kommen eine geringere Anbieterabhängigkeit sowie die freie Wahl von Ressourcen auf Basis der einzelnen Anwendungen. Das erhöht die Agilität und die Wettbewerbsfähigkeit zu äußerst günstigen Kosten.

Doch viele Unternehmen wechseln mit einem von Kostenbewusstsein erfüllten Optimismus in die Cloud – und erleben dann eine unangenehme Überraschung

Laut einer von der Enterprise Strategy Group im Auftrag von Dell Technologies durchgeführten Untersuchung haben etwa 54 Prozent der Unternehmen in Westeuropa festgestellt, dass der Betrieb von Teilen ihrer Workloads in Public Clouds mehr kostet als der On-Premises-Betrieb. Und 58 Prozent gaben an, dass einige Public-Cloud-Workloads stärker zu Buche schlagen, als sie erwartet haben. Rechnen sich die Kostenvorteile der Cloud also nicht? Doch, das tun sie, aber viele CIOs, die das Beste daraus machen wollen, sehen sich mit einigen Schwierigkeiten konfrontiert.

Cloud-Komplexität bei Kosten und Transparenz

Mehr als die Hälfte der CIOs sind der Meinung, dass mehrere Workloads, die über viele Cloud-Services hinweg betrieben werden (oft genug noch in komplexen Hybrid-Cloud-Umgebungen), schleichende Kosten verursachen können. Etwa 50 Prozent der Befragten geben an, ein Problem mit dem Hybrid-Cloud-Management zu haben. Die Zahl derjenigen, die der Meinung sind, dass die Umgebungen komplexer werden, ist sieben Mal höher als der Anteil jener, für die die Umgebungen einfacher werden. Je mehr die Komplexität zunimmt – und je öfter Self-Service-IT-Modelle und Infrastructure-as-a-Service (IaaS) eingesetzt werden –, desto schwieriger wird es, die erforderliche Transparenz und Kontrolle aufrechtzuerhalten.

Das hängt mit dem allgemeinen Transparenzmangel bei Multi-Cloud zusammen. So kann es schwierig sein, die steigenden Kosten im Auge zu behalten, wenn die Workloads auf verschiedenen Plattformen laufen, die von mehreren Anbietern verwaltet werden. Außerdem stellt die Kontrolle von Rechnungen mit Tausenden von Einzelposten eine ernsthafte zeitliche Herausforderung für jeden CIO dar, zumal diese immer mehr zu einem bedeuten Teil der digitalen Transformation werden. Nach Untersuchungen von ESG glauben 52 Prozent der CIOs, die Nutzung der Public-Cloud habe nicht dazu geführt, dass sie nun mehr Überblick haben beziehungsweise dass der Überblick schlechter geworden ist. Nur 48 Prozent sind der Meinung, dass die Cloud positive Auswirkungen hatte.

Dies führt zu Situationen, in denen die End-User Cloud-Dienste ad hoc starten und dann sogenannte „Zombie-Services“ laufen lassen, nur um einen konkreten Nutzen zu produzieren. Vergessene Anwendungen oder angefangene, aber später wieder aufgegebene Initiativen, die manchmal das Ergebnis der Schatten-IT sind, können jetzt weitere Dienste betreiben, wodurch die Kosten noch zusätzlich ansteigen. Übergroße, nicht ausgelastete virtuelle Maschinen machen das Problem dann nur noch schlimmer.

Die Cloud hat sich zu einem extrem wettbewerbsintensiven Geschäft entwickelt, und viele Unternehmen werden durch plakativ niedrige Kosten angelockt. Erst wenn sie die Qualen und Kosten der Migration hinter sich haben, stellen sie fest, dass die Skalierung teuer sein kann und es sehr oft noch versteckte Kosten gibt. Darüber hinaus wurde in dem Bericht State of the Cloud von Rightscale für 2019 festgestellt, dass die Cloud-Kosten zwar eine enorme Priorität für Unternehmen darstellten, viele Befragte jedoch nicht einmal die einfachsten Kostenoptimierungen vornehmen. Viele Unternehmen setzen die Automatisierung zum Abschalten inaktiver Workloads kaum ein, oder sie versäumen es, die Rabattmöglichkeiten der Cloud-Anbieter optimal zu nutzen. Es ist bezeichnend, dass die Befragten die Höhe der verschwendeten Cloud-Ausgaben auf 27 Prozent schätzten, während die Autoren der Studie die tatsächliche Verschwendung auf 35 Prozent bezifferten.

Kosten unter Kontrolle bringen

Wie können Unternehmen also ihre Multi-Cloud-Kosten senken? Bis zu einem gewissen Grad ist es eine Frage der Erledigung ihrer Hausaufgaben, des Verständnisses von Preisstrukturen und der Sensibilisierung für versteckte Kosten – sowohl für bestehende als auch für potenzielle neue Services. Dabei ist es hilfreich, die Transparenz von Workloads, Services und Kosten nach besten Kräften zu verbessern – sei es durch die Nutzung der von Cloud-Anbietern bereitgestellten Management-Tools oder durch die Verwendung von Tags, mit denen angezeigt wird, welche Ressourcen wo und zu welchem Zweck verwendet werden.

Unternehmen müssen außerdem alles daransetzen, die Verschwendung zu reduzieren. Dies kann dadurch erreicht werden, dass keine übermäßigen Cloud-Ressourcen für relativ anspruchslose Workloads bereitgestellt werden, Richtlinien zur Kontrolle der Verbreitung von Daten eingeführt werden oder Datenduplizierung vermieden wird. Es sind sogar Einsparungen möglich, wenn virtualisierte Workloads in containerisierte Workloads umgewandelt werden, die weniger RAM und Speicherressourcen benötigen. Wenn Sie die bestehenden Cloud-Workloads in den Griff bekommen und die Kontrolle über künftige Workloads übernehmen, können Sie auch leichter rationalisieren, sodass Sie keine unnötigen Services ausführen oder dass dafür überschüssige Ressourcen verwendet werden müssen.

Wie im Rightscale-Bericht vorgeschlagen, können Unternehmen auch stärker auf Automatisierung zurückgreifen. Dies geschieht mithilfe von Tools, die die manuelle Kontrolle durch ein automatisiertes Cloud-Management ersetzen. Damit lässt sich beispielsweise das Aktivieren des Ruhezustands oder das Herunterfahren bei untätigen oder nicht ausgelasteten Workloads automatisieren. So werden keine Ressourcen verbraucht, und es fallen auch keine Kosten an. Ressourcen, die von nicht priorisierten Workloads verwendet werden, lassen sich dazu nutzen, wichtige Geschäftsaufgaben zu beschleunigen. In der Zwischenzeit kann eine intelligentere Datenorchestrierung dazu beitragen, Doppelarbeiten oder das unnötige Verschieben von großen Datensätzen zwischen mehreren Clouds und zentralen Servern zu vermeiden. Das setzt natürlich voraus, dass das Ganze keine Auswirkungen auf die Leistung hat.

Die Cloud-Kosten kommunizieren

Kostenbewusste CIOs sollten auch die Art und Weise überdenken, wie sie mit Mitarbeitern und Managern kommunizieren. CFOs, die deutliche Senkungen der IT-Kosten erwarten, benötigen möglicherweise Unterstützung, um zu verstehen, warum dies nicht von heute auf morgen klappt. Eventuell brauchen sie auch Beratung dazu, wie diese neuen Kostenstellen funktionieren. Teams, die neue Anwendungen und Services einführen wollen, benötigen möglicherweise einen genaueren Überblick über die damit verbundenen Gesamtkosten. Dies bedeutet nicht, dass sie als Blockierer agieren, die ständig „Nein“ sagen. Vielmehr legen sie Budgets fest und machen deutlich, dass mit der Freiheit auch Verantwortung einhergeht. Cloud-basierte Workloads können zwar schneller und kostengünstiger in Betrieb genommen werden, aber es sind immer noch reale Kosten die damit verbunden sind.

Auch die Beschaffungsstrategien müssen möglicherweise überarbeitet werden. Die Nutzung von Rabatten bei den Cloud-Anbietern für reservierte Instanzen könnte zur Senkung der laufenden Kosten beitragen, so auch die Zusammenarbeit mit einem Multi-Cloud-Broker oder -Aggregator. Der Broker kann große Blöcke von Cloud-Ressourcen zu einem Großhandelspreis kaufen und sie dann weiterverkaufen. Während die Broker weiterhin Gewinn machen, sollte deren Preis immer noch niedriger sein als der, den Sie einzeln aushandeln könnten. Die Zusammenarbeit mit einem Managed-Services-Anbieter kann auch dazu beitragen, den Aufwand und die Verwaltungskosten für die Abwicklung von Verträgen und Vereinbarungen mit mehreren Cloud-Anbietern zu reduzieren. Einige können sogar die Verschiebung von Workloads und Daten zwischen Clouds automatisieren, damit sichergestellt ist, dass Sie die beste Leistung oder den kostengünstigsten Mix erhalten. Wenn Sie mit einem kompetenten Partner wie Dell Technologies zusammenarbeiten, steht Ihnen das nötige Fachwissen für den Aufbau einer effizienten, konsistenten Multi-Cloud-Plattform zur Verfügung. Das bedeutet mehr Transparenz, weniger schleichende Kosten und geringere Risiken.

CIOs können auch die Vorteile des wachsenden Angebots an Tools zur Cloud-Überwachung und Kostenoptimierung nutzen. Einige sind an bestimmte Cloud-Anbieter gebunden, wie AWS, VMware-Umgebungen oder Microsoft Azure. Andere wiederum können Cloud-übergreifend eingesetzt werden. Diese Werkzeuge werden zu unterschiedlichen Preisen und mit verschiedenen Kostenstrukturen angeboten. Es gibt auch Open-Source-Optionen wie Walmarts OneOps sowie weitere hochwertige Werkzeuge in Enterprise-Qualität. Sie alle können dazu beitragen, die Transparenz in Ihrer Multi-Cloud-Umgebung zu verbessern und die Kosten zu senken.

Beim Umstieg auf die Cloud sehen sich CIOs in einem oft schwierigen Disput über Kosten und ROI gegenüber. Doch der Wechsel hin zu einer modernen, effizienteren Multi-Cloud-Plattform ist eine gute Gelegenheit, die Diskussionen mit dem Vorstand und dem CFO dahin zu lenken, dass man sich mehr auf die Geschäftsergebnisse als auf die Budgets konzentrieren sollte. Am besten erzielen Sie eine wirksame Kostenkontrolle und Realisierung der Geschäftsergebnisse, wenn Sie eine komplexe Multi-Cloud-Umgebung alleine betreiben und dazu eine Plattform verwenden, die einen gleichbleibenden, einfach zu verwaltenden Multi-Cloud-Ansatz bietet. Mit Integration, Transparenz und Schiedsverfahren als Teil der Services sowie grundlegenden Management- und Automatisierungsfunktionen wird es viel einfacher, Anwendungen in der richtigen Cloud-Umgebung und in der kostengünstigsten Art und Weise auszuführen.

Profitieren Sie finanziell von der Cloud

Nutzen Sie Ihre Cloud-Investitionen optimal? In einer neuen Studie von IDG wurden CXOs und erfahrene IT-Führungskräfte aus Großunternehmen in EMEA befragt, um den Einfluss ihrer Cloud-Umgebungen auf ihre Finanzen zu untersuchen.

Infografik anzeigen

Dell Technologies Lösungen unterstützt durch Intel®: DellTechnologies.com/de/ControlYourCloud

teilen